Bindungen und Bindungsplatten für Monoski

Bindung

Die Bindung auf einem Mono-Ski unterscheidet sich im Allgemeinen nicht von Bindungen auf "normalen" Skiern. Dennoch gibt es einige Sonderformen, die weit verbreitet sind.

Die Ski-Bindungen sind zum einen dazu da, um die Steuerbewegungen der Beine auf den Ski und das Feedback des Ski über die Piste auf die Beine zu übertragen. Zum anderen aber sollen Bindungen mit ihrem Sicherheitsmechanismus ein Trennen der Ski von den Beinen ermöglichen, um Überbelastungen und damit Verletzungen zu minimieren.

Solche Bindungen bezeichnet man als Sicherheits- (oder Secure-) Bindungen. Diese Bindungen sind für den Monoski zu empfehlen.

(Siehe dieser Sturz, nicht gestellt, sondern echt geschehen: der Monoski war nach einem Sprung im schweren Schnee mit der Spitze stecken geblieben. Glücklicherweise lösten beide Schulbindungen aus. Weder Ski, noch Beine nahmen Schaden.)

Andererseits ist es ein eindeutiger Vorteil des Mono-Skifahrens, daß der Mono-Ski auch bei einem Sturz nicht vom Schuh trennt, denn damit erlangen wir schnell wieder Kontrolle nach dem Sturz und richten uns auf. Schwere Verletzungen, wie das Verdrehen von Beinen oder Füßen sind beim Monoski fast ausgeschlossen, da der Körper als Ganzes fällt.

Hinweis: nach geltenden Verordnungen in Deutschland sind Non-Secure Bindungen ab einer Skilänge von 100cm nicht mehr zugelassen.

Beim "normalen" Ski kann ein Ski "einfädeln", also seitlich in eine andere Richtung als der zweite Ski fahren. Dies führt unweigerlich zu Stürzen mit teilweise recht schweren Gelenk-, sogar Hüftverletzungen. Dies kann bei einem Monoski nicht geschehen.
Ebenso bekannt ist das Überkreuzen der Ski. Auch das ist mit einem Monoski nicht möglich.

Der "worst Case" ist allerdings, wenn sich nur eine der beiden Bindungen auslöst - dann nämlich ist aufgrund des großen und unwuchtigen Gewichts des Monoski das Verletzungsrisiko erheblich.
Verschiedene technische Entwicklungen haben in der Vergangenheit versucht, dieses Problem zu lösen und dafür zu sorgen, daß sich beide Füße gleichzeitig aus den Bindungen Lösen. Eine der neuen Entwicklungen stellen wir weiter unten vor, jedoch gibt es bis dato noch keine zufriedenstellende technische Lösung.


Untersuchungen haben übrigens schon in den frühen 70ern gezeigt, daß das Verletzungsriesiko beim Mono-Skifahren speziell im Bein-/Becken-/Hüftbereich extrem gering (im Vergleich zum "normalen" Skifahren) ist. Viele ambitionierte Skifahrer, welche Knie oder Gelenkbeschwerden, sogar Operationen hatten sind deswegen auf den Monoski umgestiegen. (Anm. Dropman: ich selbst bin einer davon und äußerst zufrieden mit meinem Schritt.)
(siehe auch "Helmpflicht" und "Protektor-Shorts".)
Ebenso interessant ist an dieser Stelle auch der Beitrag von Iksonom zum Thema Ergonomie des Monoskifahrens in unserem Bereich Skischule.






Schulbindung

Diese Bindungen, meist älterer Bauart, sind mit einem Mechanismus versehen, welcher es erlaubt die Bindung binnen Sekunden auf verschiedene Schuhgrößen umzustellen. So kann ein Ski schnell mal zum Ausprobieren verliehen werden. Oft finden sich so im Skiurlaub neue Einsteiger.
(Auf unseren Mono-Ski.org Treffen, siehe Forum, haben wir immer genug Mono-Skier dabei, welche Schulbindungen haben. Gerne sind Sie eingeladen diese Skier unverbindlich zu testen. Eine freundliche Anfrage hat noch keiner von uns abgelehnt.)
Das Modell von Atomic (hier abgebildet) heißt "Centro". Deutlich zu sehen sind die Einstellmöglichkeiten für kleine und große Schuhgrößen.

Schulbindung

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Variobindungen

Duch Verschieben der kompletten Bindung kann der Schwerpunkt auf dem Mono-Ski nach vorne oder hinten kann der Schwerpunkt geändert und dadurch die Fahreigenschaften verändert werden.
Für Sulz, ausgefahrene Skirouten oder Buckelpisten schön nach vorne mit der Bindung, so dreht er viel leichter. Für Speed auf der Piste oder im Tiefschnee ganz nach hinten, dann führt der längere Ski besser und schwimmt im Tiefschnee leichter auf.
Beispiele für Variobindungen: "ESS VAR" jetzt "Atomic 10-18" oder "Xentrix"


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Snowboardbindung

Einige Fahrer machen damit Experimente, da sie die weichen Boots der Snowboarder benutzen möchten. Probleme bereitet allerdings die Breite der Schuhe/Bindung, welche für klassische Pintails meist zu breit ist. Zudem ist der Halt und damit die Kontrolle des Mono-Ski sehr eingeschränkt.

Eine Lösung des Problems ist wohl die Verwendung normaler Secure Bindungen in Kombination mit sog. "Semi-Soft-Boots" (Seit Saison 2004 von Salomon verfügbar, mittlerweile auch von anderen Herstellern. Siehe dazu Ausrüstung / Schuhe )

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Non-Secure

Das sind Bindungen, die nicht auslösen. Der Skischuh ist also "fest" mit dem Mono-Ski verbunden. Wir wissen zwar, daß "normale" Bindungen oft zu schnell auslösen, so daß sie sich für Mono-Skier kaum eignen, es sei denn, man "knallt sie zu", sprich erhöht die Auslösekraft bis zum Anschlag. Das ist unseres Erachtens jedenfalls besser als Non-Secure-Bindungen, da der Mono-Ski bei einem schweren Sturz sich trotzdem vom beiden Schuhen trennen kann.

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Nordic Board

Das Nordic Board ist eine Entwicklung unseres Mitgliedes Mr. Nordicboard (auf dem Forum).
Eine Besonderheit des Monoskis ist die neu entwicklete Bindung. Mit diesem Mechanismus soll sicher gestellt werden, daß bei einem Auslösen der Sicherheitsbindung der Monoski vollständig von beiden Beinen getrennt wird.

die Nordicboard Bindung

Hierzu sind zwei Non-Secure-Bindungen auf einer speziellen Platte montiert, welche ihrerseits in eine Secure-Bindung greift.
Bei einem Sturz löst sich die Secure-Bindung und trennt damit den Monoski sofort gleichzeitig von beiden Beinen. Durch die Secure-Bindungen bleiben die Beine aber auch während des Sturzes, nach Auslösen der Sicherheitsbindung, zusammen als stabile Einheit. Wir halten dies allerdings mittlerweile für sehr gefährlich, da man nach einem Sturz die Füße tatsächlich auf der Platte "gefesselt" hat.
Gerade der Ausstieg aus der Platte mit den Non-Secure Bindungen nach einem Sturz dürfte in unwegsamen, steilen Gebiet schwer fallen.

Übrigens - um Diskussionen bzgl. der Festigkeit bei den auftretenden Kippkräften (und damit dem Ausreißen der Bindungsschrauben) zuvor zu kommen ein kleiner Hinweis für die Techniker:
Die komplette Bindungseinheit ist mit einem V-Stahl auf dem Ski befestigt. Das erlaubt den Einsatz mehrerer Schrauben und kontrollierterer Krafteinleitung. Die Kippkräfte, welche über die (Kunststoff-)Zwischenplatte (auf welcher die Non-Secure-Bindungen montiert sind) in den Monoski geleitet werden müssen, werden durch diese vollflächig aufliegenden Winkelenden direkt aufgefangen und direkt weitergeleitet - die Secure-Bindung selbst wird also NICHT mit den Kippkräften belastet.
Außerdem wird durch die getrennten Platten vorne und hinten die Flexibilität des Monoski bewahrt.

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Bindungsplatten

Vorteile, Funktionsweise und Verwendungstipps

(Artikel von unserem Moderator Iksonom, mit Dank an den Verband Sports)

Die Bindungsplatte, auch Carvingplatte oder schlichtweg Standerhöhung genannt, gehört auch beim Monoski längst zum Standard-Tuning. Leider sind separate Bindungsplatten schon fast nicht mehr zu kriegen, weil die Carvingski heutzutage schon mit integrierten Standerhöhungen aufgelegt und größtenteils sogar nur noch als komplettes Ski-Bindungssystem angeboten werden. Wer also noch separate, plan montierbare Platten bekommt, ob markenspezifisch oder nicht, der sollte zugreifen - es gibt einen Markt!

Warum aber ist gerade beim Monoski der erhöhte Stand ein besonderer Vorteil und warum sollte jeder, der den Monoski schon etwas sportlicher fährt, unbedingt welche haben - oder eben ggf. nachrüsten? Aus der SPORTS- (Verband für Freizeit- und Gesundheitssport, Berufsverband für Sport- und Skilehrer e.V.) -Schriftenreihe zum Wintersport erschien kürzlich der 19. Band mit dem Titel "Skifahren und Snowboarden heute" von ALFRED GRÜNEKLEE und Dr. HERBERT HECKERS. Richtig: letzteren kennen wir namentlich bereits, ist er doch der Autor des einzigen deutschsprachigen Buches über unsere Skiart "MONOSKI - leichte Schwünge für Anfänger und Könner" von 1990. Dieses neueste Werk, welches Prozesse, Methoden, Material, Sportpsychologie und reichlich weitere Themen um den Wintersport auf hohem wissenschaftlichen Niveau behandelt und ausleuchtet, beinhaltet ein ganzes Kapitel vom Mitautor STEPHAN FISCHER auf den Seiten 157-187, welches sich mit den Bindungsplatten beschäf­tigt: „Der Einfluss der Bindungsplattengestaltung auf das Fahrverhalten von Carvingski im alpinen Ski­sport“. Neben dem Hauptthema „Gestaltung“ (insbes. Plattenneigung) finden sich interessante Erklärun­gen zu ihren Wirkungsweisen. Unter permanentem Bezug auf diese Quelle will ich hier versuchen, eine Essenz des für uns Monoski-Fahrer relevanten Inhaltes daraus wiederzugeben und diesen ggf. mit Monoski-spezifischen Ergänzungen meinerseits zu versehen. Auch die Skizzen stammen in ihrer Urform aus diesem Buch und wurden von mir lediglich „mo(no)difiziert“. Generell wird dabei von handelsüblichen Platten ausgegangen, die sinnvollerweise zwischen 2 und 5 cm hoch sind und hinten nicht mehr als 0,5 cm höher sind als vorne – womit ich das Thema „Gestaltung“ umgehe.

Extremere Schräglagen durch "Boot-out"-Prävention

Boot-Out ProblemDas Problem ist schon bei den Duo-Ski-Carvern bekannt: ohne Bindungsplatte kommt’s wegen der engen Taille oft schon bei moderaten Schräglagen zum „Boot-out“, was das Auslupfen der Skikante durch die Schuhwange bezeichnet. Und das schon auf der Großzehenkante des Außenskis, wo die Wangen der Skischuhe im Allgemeinen weniger über ihre Sohle ragen als auf der Kleinzehenseite; schließlich richten sich die Skischuh-Hersteller nach dem Gros der Skiläufer, die immer noch in erster Linie die Innenkante des - im Vergleich zum Innenski steiler aufgekanteten - Außenskis in einem Carve belasten. Aber beim Monoski, mit dem wir ja ständig im übertragenen Sinn den „Innenskischwung“ praktizieren, sind es eben diese deutlich ausladenderen Wangen auf der Kleinzehenseite, die über dessen Kanten ragen – und noch dazu liegen auf diesen Außenwangen die Schnallen an! Mit der (bänderschonenden) „standorientierten“ Bindungsmontage, also minimaler Abstand zwischen den Schuhen (ca. 2 mm), kann man zwar gegenüber der „kantenorientierten“ Montage, die oft durch Markierungen auf dem Ski als Empfehlung vorgegeben wird, den Überstand der Wangen um einige Millimeter reduzieren, aber je nach Taillenbreite des Monoski genügt das nicht. Durch die Standerhöhung wird der Winkel der Geraden durch Boot-out-Punkt und Kanteneck zur (Pisten-) Horizontalen durch die Hochsetzung des Boot-out-Punktes erweitert, was eine entsprechend schrägere Kurvenlage erlaubt. Und wenige Winkelgrade an der Kante wirken sich (sofern hüftknickfrei gecarvt wird) auf Höhe des Schwerpunktes durch merklich bessere zentrifugale Einsetzbarkeit der Masse aus, womit eine stärkere Durchbiegung der taillierten Kanten und so letztlich ein engerer Turn erreicht wird.

Kniewegverlängerung - optimierte Kontrolle des Kanteneinsatzes

KniewegDie Bindungsplatten strecken die Länge der starren Einheit von der Lauffläche bis zum nächsten „freien“ Gelenk, dem Knie. Betrachtet man die Kante als Kipp- oder Drehmittelpunkt und die starre Ski-Unterschenkel-Einheit als Radius, so ergibt sich bei gleichem Kippwinkel gemäß der Formel Umfang = 2 · Pi · Radius  durch den größeren Radius ein proportional längerer Knieweg. Dieser bringt den Vorteil der genaueren, „dosierteren“ Kontrolle des Aufstellwinkels der Kante zur Steuerung der Kraft, die der Bodenreaktionskraft auf die Zentrifugalkraft entgegengesetzt werden muss.

Slalomwettkampf: erhöhte Kurvengeschwindigkeit

Spuren mit BindungsplatteDurch die Erhöhung wird der Schwerpunkt des Systems Skifahrer-Ski ebenfalls angehoben und in Konsequenz liegt er je nach Schräglage näher beim Kurvenzentrum, was seinen senkrecht projizierten Kurvenweg verkürzt. Daraus ergibt sich, dass dieser Schwerpunkt kürzere Wege als die Skispur zurücklegt und das in Bögen mit größerem Radius. Da durch diese gemäßigte Schlangenlinie der vom Schwerpunkt ausgehenden, gleichbleibenden Schwerkraft (mal ungeachtet der paar 100 Gramm der Platten + zus. Schrauben) weniger Widerstand entgegengebracht wird, erhöht sich die Geschwindigkeit des gesamten „Systems“ und im Umkehrschluss auch die Kurvengeschwindigkeit über den längeren Weg der Skispur! Je weiter die Skispur von der Falllinie abweicht (also je „breiter“ der Slalom-Parcours ist), desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus, weil die Kurvenlage schräger wird. Allerdings gilt dies alles natürlich nur, wenn saubere Carvingturns ohne tempodrosselndes Driften (klassischer Schwung) und ohne Hüftknick ausgeführt werden. Für uns Normal-Monoisten ist dieser Effekt eher von geringerer Bedeutung, aber ich persönlich finde gerade diese Erkenntnis hoch interessant und überraschend. Vielleicht erklärt dieser Umstand auch das, was jeder von uns schon als den „Carving-Kick“ kennt: das aus-der-Kurve-raus-beschleunigen! Sowie wir während des Turns über die Beine Druck auf die Kante geben, schiebt sich erst mal der Schwerpunkt weiter nach innen und wir schießen förmlich aus der Kurve!

Variabilitätserhöhung bezüglich Lage der Bindungen (Druckpunkt)

Viele Bindungen bieten heutzutage schon optional eine Möglichkeit zur Schnell-Verschiebung des Druckpunktes unter Beibehaltung der Einstellungen: sogenannte Vario-Bindungen. Diese erlauben so dem geübten, flexiblen Fahrer eine Anpassung des Fahrstils an verschiedene Geländeformen und -bedingungen. Dieser permanent verfügbare Vario-Spielraum beträgt je nach Hersteller nicht mehr als 5-10 cm, meist montagebedingt gesplittet in Hälfte nach hinten, Hälfte nach vorn. Wenn nun darüber hinausgehende Bindungspositionen angestrebt werden, müssten die Bohrungen im Ski neu gesetzt werden, was wegen der Veränderung der Materialeigenschaften sowie Wassereintritt über alte Löcher etc. besser vermieden werden sollte. Die Platte jedoch bietet zusätzlichen Variationsrahmen (bei markenspezifischen Platten oft auch schon per Lochansatz angezeichnet), wobei offene, alte Löcher im Kunststoff keine Beeinträchtigung darstellen. Auch verfügen manche Bindungsplatten zudem über mehrere alternative Lochsätze, womit sie auf dem­entsprechend viele alternative Positionen auf dem Ski angeschraubt werden können, ohne dass neu gebohrt werden muss. Auf diese Weise kann der Monoist durch probeweises Versetzen der Platten und/oder der Bindungen auf den Bindungsplatten einen größeren Standbereich austesten um so seine „subjektiv optimale“ Lage der Bindungen herauszufinden – die er dann schließlich immer noch über die Schnell-Verschiebungsmechanik feinjustieren kann.

Es scheint also, als ob Bindungsplatten die Fahreigenschaften der kompletten Equipment-Einheit wesentlich verbessern. Abgesehen davon – jetzt mal ohne forensische Analyse - sieht ein Monoski mit durchgehenden Standerhöhungen einfach cooler aus. Nicht nur, dass das Race-Image der „höhergelegten“ Carvingski rüberprojiziert wird und Schnittigkeit suggeriert. Es ist auch eine Art Fein-Tuning an einem Gerät, bei dem sich mancher Betrachter nicht mal im Groben das Handling vorstellen kann.

Verwendung und Montage

Zur Verwendung und Montage von Bindungsplatten ist - neben festem Sitz usw. – gerade beim Monoski besonders zu beachten:

Schließen will ich den Artikel mit einer eigenen Interpretation der o.a. Punkte 1+3, die miteinander verknüpft eine interessante Theorie einer Exzess-Spirale ergäben:

Wenn durch die Carvingplatten eine tiefere Schräglage erreichbar ist, die zu einer höheren Kurvengeschwindigkeit führt, dann müsste dieser Temposteigerung mit ihrer höheren Fliehkraft im nächsten Turn doch wiederum durch noch stärkeres Aufkanten und Reinlegen Rechnung getragen werden, wodurch der Schwerpunkt noch weiter runter und Richtung Kurvenzentrum... STOP - nein, irgendwann spielt entweder die Physik nicht mehr mit, weil z.B. die Kante nicht mehr im Schnee hält, oder die Biologie wird weich. Genauer gesagt werden die Knie weich, wenn sie die Haltekraft nicht mehr aufbringen und durch ihr Nachgeben den Schwerpunkt-zur-Mitte-Effekt schlucken. Irgendwo muss der Theorie eine praktische Grenze gesetzt werden.

In diesem Sinne: Ein HOCH auf die Standerhöhungen beim Monoski !
Oder man könnte hier als Quintessenz auch sagen: wer hoch droben ist, der kommt weiter runter... ! grins

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Bindungsmontage

Bei der Bindungsmontage sind auf mehrere Punkte zu achten, die u.a. weiter oben im Artikel von Iksonom bereits angesprochen wurden. HIer noch einmal die Erläuterung zu einigen Begriffen und Knackpunkten bei der Montage von Bindungen auf dem Monoski.

A-Stellung / V-Stellung (Toe-Together vs. Heel-Together)

"Früher war alles besser" - da wurden die Bindungen einfach an der Außenkante orientiert montiert. Bei der Pintailform des Monoski ergab sich damit die sog. "V-Stellung" bei welcher die Fersen enger zusammen stehen, als die Fußspitzen. Dies war auch leicht zu realisieren, denn die weit verbreiteten Heckeinsteiger waren doch recht schmal und hatten genug Platz.

Mit den breiteren Schuhen der heutigen Generation, vor allem aber mit den "Semi-Soft-Boots", die extrem breit im Knöchelbereich sind ist dies so nicht mehr möglich. Deswegen werden die Bindungen heute am besten mit eingesetzten Schuhen (mit denen gefahren wird) positioniert. Dies gewährleistet genug Abstand zwischen den Knöcheln, damit die Schuhe nicht aneinander scheuern oder gar sich in den Bindungen verkanten. Auf der anderen Seite aber können die Bindungen damit so eng wie möglich montiert werden, welches den maximalen Bereich zur "Boot-Out" Prävention bietet (also weg von der Kante).

Mit einem weiteren Trick kann man sogar für zusätzliche Beinsestigkeit sorgen: die Bindungen werden nun in "A-Stellung" oder "Tip together" - Fußspitze zusammen montiert. Dabei werden die Bindungenso montiert, daß die Schuhe (und Füße) leicht vorne zusammen gehen. Man kann das Ergebnis gleich verstehen, wenn man sich einmal hinstellt, die Füße nebeneinander, wie im Monoski, jedoch die Fersen leicht auseinander. Nun leicht in die Knie gehen - gleich ist zu spüren, wie sich die Knie zusammen drücken. Das bietet zusätzliche Beinstabilität.
Die A-Stellung möchte ich (Dropman) persönlich allen Einsteigern und Anfängern empfehlen. Sie stabiliesiert nicht nur die Beine zusätzlich, sondern hilft auch sehr das "Mono-Gesetz Nr. 1" zu befolgen: "Was immer du machst, mache es mit geschlossenen Beinen!"
Für Fortgeschrittene der Tip: A-Stellung ist toll, aber kein muss. Wer schon viele Jahre auf dem Mono steht möchte sich wohl nicht umgewöhnen.

Bei der Montage sollten daher die Schuhe mitgegeben werden.

 

Montage vor oder hinter dem NeutralpunktBindungsposition (vor oder hinter dem Neutralpunkt)

Bei diesem Bild sieht man deutlich, daß der "Neutralpunkt" gar nicht so bedeutungsvoll ist, wie es klingt. Oder anders ausgedrückt, er ist tatsächlich neutral. Das heißt aber im Umkehrschluss, daß jeder individuell von diesem Neutralpunkt nach seinen Vorlieben abweichen kann (und sollte, sofern es beim fahren hilft.)

Die drei Monoski sind fast gleich lang, dennoch sind die Bindungen unterschiedlich montiert.

Auch gut zu sehen: der Sonnenblumenmono von White Knuckle und der "TT Hammer" (Snowshark) haben beide eine Bindung mit Bindungsplatte, der "Magnum" (Duret) nicht.

 

 

Generell gilt aber bei allen Montagen der Bindunge, gleich welche Stellung, welche Position und welches Bindungsmodell: eine individuelle Montage nach den Wünschen des Monoskifahrers sollte nicht von einem Billig-Schrauber gemacht werden, der die Bindungen nach Schablone auf dem Neutralpunkt hinklatscht oder meint, ein Monoski wäre auch nix anderes als ein Snowboard.
Der Monteur sollte auf jeden Fall die genaue Position, Stellung und Maße der Schuhe mit dem Kunde absprechen.

Die Bindungsmontage auf demMonoski ist - definitiv - Individualanfertigung.

 

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