Eigentlich braucht man zum Mono-Skifahren nicht mehr als beim "normalen" Skifahren auch:
Monoski, Skwal, Swingbo, Singleski - allgemeiner Überblick, Historie, Bauformen etc.
Herstellerliste - alle aktiven Hersteller und deren Modelle, sowie einige ältere
Carvingradius-Rechner - Nützliches Zubehör zum Bestimmen des Carvingradius
Bindung und Bindungsplatten - alles über die besonderen Anforderungen für Bindungen auf Monoski, Montagetipps
Schuhe - die verschiedenen Modelle und Gedanken darüber
Stöcke - auch hier gibt es einiges zu schreiben....
Kleidung - Zweiteiler, Overall und alles was dran hängt
Medien, Bücher & Videos - mit und um Monoski
Sonstiges z.B. Helm, Protektoren, Funkgeräte
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Das Wort "Mono" stammt aus der altgriechischen Sprache: "Monos" bedeutet Eins.
Das Wort "Ski" stammt aus der altnorwegischen Sprache: "Ski-eth" bedeutet (Holz-)Scheit oder Schneeschuh.
1961 erfand Jack Marchand (USA) den Monoski, ein sehr breiter Ski, bei dem die Bindungen parallel nebeneinander montiert sind. 1969 machte der professionelle Surfer Jack Doyle (USA) den Monoski zu dem, was wir heute kennen. Er verwendete Stöcke und Materialien aus dem Bereich Alpinski.
Die Körperhaltung ist im Gegensatz zum Snowboard symmetrisch nach vorne gerichtet wie beim Skifahren, man benützt Skistöcke. Monoskifahren ist bestens für Tiefschnee und Buckelpiste geeignet. Diese Sportart ist knieschonend.
In den 1980ern hatte der Monoski den größten Boom, namhafte Hersteller wie Atomic, Blizzard, Fischer, Rossignol, Salomon hatten mindestens einen Monoski der Typen Origin Monoski zuerst, dann Pintail im Sortiment.
Der Mono-Ski ist nichts anderes als ein "normaler" Ski auch, nur etwas breiter und mit zwei Bindungen darauf.
Man fährt wie beim "normalen" Ski auch in Fahrtrichtung, also nicht wie beim Snowboard seitlich. Ebenso haben wir beim Fahren Stöcke in der Hand (Ausnahme siehe "Wings"), denn wir sind "Skifahrer" und keine "Boarder".
Selbstbauer verwenden gerne mal ein großes Snowboard als Mono-Ski, doch sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich und wir raten im Allgemeinen von solchen Versuchen ab. Es gibt auch heute noch genug aktive Hersteller oder Gebrauchtmonos, um das richtige Modell zu finden. Der wichtigste Unterschied zu einem Snowboard ist nicht nur die Form, sondern auch die Brettspannung, die wie bei einem "normalen" Ski auch dafür sorgt, daß der Andruck des Mono-Ski auf Schaufel und Ende liegen. Außerdem sind Snowboards im Vergleich zu Mono-Skis wesentlich weicher und biegsamer, was besonders bei Tiefschneefahrten und im Eis eher nachteilig ist.
Der als "Tummono" bekannte "Single-Ski" gilt experimentell als Vorgängerversion des Monoski. In den 70er Jahren haben einige verwegene Skifahrer die Herausforderung angenommen und sich auf einen einzelnen SKi zwei Türme (meistens aus Aluminium gefräßt) aufgebaut, auf denen dann die Bindungen montiert wurden.
Für schnelle Fahrten auf harter Piste ganz gut geeignet gilt dieser Knochenbrecher als Spaßgerät für härtere Fahrer. (Aktuell sind uns keine aktiven Fahrer bekannt.) Im Tiefschnee fehlt diesem Gerät allerdings die Auflagefläche, er ist daher dort nicht geeignet.
die klassische Form. Das Ende läuft schmal zu. Nicht sehr drehfreudig, aber guter Allroundski. Gut als "Einstieg" geeignet. Alle (alten) Hersteller haben Pintails im Programm. Heute sind fast nur noch Rossignol Pintails zu finden.

seltene Form. Das Ende ist geteilt, daher der Name. Sehr schneller Mono-Ski, excellent für Tiefschnee, das die große Fläche optimalen Auftrieb verschafft, gleichzeitig der Schwalbenschwanz das Heck etwas einsinken lässt, somit die Spietze aus dem Tiefschnee gehoben wird. Unter Normalbedingungen schwer zu fahren, da der Ski schwer dreht. Aktuell produziert nur Yama-Tool noch diese Form.

kurzer, drehfreudiger Mono-Ski. Er setzt sich bei den "normalen" Fahrern immer mehr durch. Im Tiefschnee durch den geringen Auftrieb etwas problematisch. Dennoch als "Einstieg" geeignet.

etwas kürzerer Pintail mit extrem breiter Schaufel. Daurch gut für Tiefschnee geeignet, aber dennoch drehfreudig weil kurz. Sehr selten und für Anfänger nicht zu empfehlen, da sehr gewäöhnungsbedürftig.
hat eine taillierte Form wie der Carver, wobei die Taillierung vorne deutlich stärker ausgeprägt ist als hinten, um eine Mischung der Fahreigenschaften des Carvers und des Pintails zu erreichen
Hersteller aktueller Modelle: z. B. Snowshark

eine besondere Bauform, die den Funfactor erhöhen soll. Der Ski hört sozusagen direkt hinter der Bindung auf.
Besonders Trickski und Buckelpiste sollen wegen der Drehfreudigkeit ein Vergnügen sein.
sehr kurzer, drehfreudiger Mono-Ski. Vorne stark, hinten weniger stark tailliert.
die Mischung aus Snowboard und Mono-Ski wird mit und ohne Stöcken gefahren. Die Stellung der Füße ist versetzt hintereinander (wie beim Snowboard), die Fahrtrichtung aber wie beim Mono-Ski vorwärts.
Böse Zungen behaupten, das wäre die Evolution vom Mono-Ski zum Snowboard, bei dem die überflüssigen Stöcke endlich wegfallen - andere sehen darin die Bekehrung der "Seitwärtsfahrer".
Fakt ist, daß Skwaler nicht so oft herumliegen, wie die Snowboarder.
Swingbo - zwei kurze Ski mit einem Kippmechanismus verbunden.


(Text von Schleibi) - Swingbo war so um 1985/1986 aktuell, die Dinger wurden mal auf irgendeiner BOOT in Düsseldorf für 199,- DM verschleudert.
Fahrtechnisch ist ein Swingbo nur bedingt mit einem Snowboard zu vergleichen. OK bei beiden steht man quer zu Fahrtrichtung, damit hat es sich aber auch bei den Gemeinsamkeiten. Der Swingbo hat unter jeder Kufe eine senkrechte Führungskante (wie eine Finne bei Booten), hierdurch bedingt hält er trotz seiner Länge von nur 125 cm die Spur. Aber genau diese Führungskante macht es unmöglich den Swnigbo zu driften und damit um die Ecke zu bekommen. Man muss also immer dem "natürlichen" Radius folgen, welchen man durch stärkeres Aufkanten verringern kann. Aus diesem Grunde konnte man auf weiten Pisten (Tiefenbach-Gletscher Sölden) noch recht gut damit fahren, obwohl alles immer eine kippelige Sache ist. Aber normale Skigebiete mit ganz leichten Unebenheiten machen einem schon keine Freude mehr. Also nächste Hürde sind Schlepplifte anzusehen, damals leider noch die Mehrzahl in den Skigebieten.
Es gab jedoch von den Gebrüder Garhammer den Fuzzy Challenger, welcher zum einem ohne Führungskanten war und ca. 165 cm Länge hatte. Weiterhin hatte der die Halteschlaufen bzw. Snowboard ähnliche Bindungen auf Platten, welche sich wie eine Sicherheitsbindung sogar im Auslösewert einstellen ließen. Den Challenger konnte man zusätzlich noch auseinanderbauen und dann auf den beiden Einzelkufen problemlos liften, während man den kompletten Klappmechanismus in den Händen hielt. Hatte mal die Gelegenheit in Italien so ein Ding zwei Abfahrten bewegen zu können, genial!
Wenn nicht in Sölden mir der Mono über den Weg gelaufen wäre, hätte ich mir so einen Challenger neu gekauft. Falls irgendjemand so ein Teil hat oder weiß wo sich noch eins befindet, einfach bei mir melden.
Eigentlich kein Monoski mehr, da es definitiv zwei Spuren zieht, aber dem Fahren auf dem Mono sehr ähnlich ist, ist dieses Skigerät. Eine relative Neuentwicklung aus Österreich. Mit zwei Stangen und Gelenken sind die Carving-Ski miteinander verbunden. Auch hier gibt es den Vorteil, daß sich die Ski nicht überkreuzen oder auseinandergerissen werden können. Das Fahrgefühl gleicht dem Monoskifahren mit breiten Beinen. Sozusagen ein "Zwischending zwischen Doppellatte und Mono". Definitv aber ein interessantes Trainingsgerät.
Sobald wir bessere Bilder und Infos haben werden wir diese hier veröffentlichen.
Für alle Carving Mono-Ski ist der Boardradius ein wichtiges Detail. Wir haben hier online einen Carvingradius-Rechner, mit dem sich jeder den Radius seiner Mono-Ski (und Snowboards) ausrechnen kann.
Eine Liste der aktiven Hersteller findet sich auf Unserer Seite "Hersteller". Dort versuchen wir auch etwas über deren Philosophie, Technik und Modelle zu berichten.
Zur Pflege gelten die gleichen Regeln wie beim "normalen" Ski auch: nach dem Fahren abbürsten, im Skistall strockenstellen. Regelmäßig wachsen und Kantenschleifen. Über Sommer trocken aufbewahren, nicht in der Sonne oder in übermäßig warmen Plätzen stehend oder liegend aufbewahren.
Auch bei den Skischuhen gilt das Gleiche, wie bei normalen Skischuhen. Passform und Komfort sollten sich nach den Vorlieben richten.
Neue Techniken, sog. "Semi-Soft" verbinden die Form und Funktion von normalen Skischuhen und Boots für Snowboards. Die Beweglichkeit des Fußes im Schuh ist dabei gewährleistet, ohen Verlust an Kontrolle mitzutragen.
(Anm. Dropman: ich fahre solch einen Salomon und bin äußerst zufrieden damit.)
Die einzige "Einschränkung" bei den Skischuhen ist deren Breite. Hier sollte der Mono-SKi mit in das Geschäft genommen und vor Ort anprobiert werden. Die Schuhe sollten sich nicht berühren oder gar zusammengepresst werden. Ist das der Fall, so hat der Schuh nicht den kompletten Halt in der Bindung, da er verkantet ist. Unfälle durch unbeabsichtigtes Auslösen der Bindung sind unvermeidlich.
Als Ausweg sollten schmalere Schuhe gewählt werden, da eine Ummontage der Bindung nur in den selstensten Fällen erfolgreich ist.
Die Stöcke sind wie bei "normalen" Skiern "Pflicht". Das unterscheidet uns (u.a.) von Snowboardern. So, wie man Ski ohne Stöcke fahren kann so kann man das auch beim Mono-Skifahren.
Dennoch einigen Tipps zum Material:
Empfehlenswert sind Stöcke stärkerer Bauart. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten und Kaufen Sie Stöcke in pasender Länge, wie für das "normale" Skifahren. Fragen Sie nach besonders stark balastbaren Stöcken.
Versagen die Stöcke auf einer tollen Abfahrt, so ist das mehr als ärgerlich.
Wieder könnten wir uns die Worte sparen: es gilt das Gleiche wie beim "normalen" Skifahren. Warm, nicht zu warm, frei in der Bewegung und atmungsaktiv.
Vielleicht sind Overals zu empfehlen, wenn Tiefschneefahrten auf dem Tagesprogramm stehen. Sonst am besten Kleidung mit der Aufschrift "www.Mono-Ski.org". ;-)
Handschuhe nicht vergessen - Mütze, Brille.....